Rund 180 Gästen sorgten am Mittwoch (04.02.2025) für ein volles Haus im Grimme-Institut – es war „Bergfest“, die Halbzeitfeier der Grimme-Preis-Jurywoche.
Grimme-Direktorin Çiğdem Uzunoğlu blickte eingangs noch einmal auf das ereignisreiche vergangene Jahr und natürlich das noch kommende, Torsten Zarges, Chefreporter des Medienmagazins DWDL.de, Juryvorsitzender des Deutschen Radiopreises und mehrfacher Grimme-Preis-Juror, „talkte“ mit der Medienjournalistin und Podcasterin Annika Schneider über die letztjährige Verleihung des Donnepp Media Awards und die daran anschließende Kontroverse, die Grenzziehung zwischen Aktivismus und Journalismus sowie Fragen der Glaubwürdigkeit.
„An der Unabhängigkeit unserer Jurys und Kommissionen führt kein Weg vorbei. Sie sind das Herz des Grimme-Preises. Nur wenn Jurys frei urteilen können, bleibt der Preis das, was er ist“, erklärte Grimme-Direktorin Çiğdem Uzunoğlu in ihrer Ansprache. Am Ende seien es die Mitglieder der Jurys und Nominierungskommissionen, „die unsere Qualitätsmaßstäbe mit Leben füllen“. Für deren Arbeit dankte Uzunoğlu ihnen sehr herzlich.
Zudem griff sie die Kontroverse um den letztjährigen Donnepp Media Award, verliehen vom Verein Freunde des Adolf-Grimme-Preises e.V., auf und stellte für Mitte des Jahres eine öffentliche, ganztägige Fachtagung in Aussicht, die sich intensiver mit den Wechselwirkungen zwischen Journalismus und Aktivismus – zwischen Engagement, Haltung und Auszeichnung – befassen soll.
