40. Grimme-Preis 2004

Dieter Hildebrandt

 

Dieter Hildebrandt wurde am 23.5.1927 in Bunzlau/Niederschlesien geboren. Von 1943-1944 war er Luftwaffenhelfer in Berlin. Nach vier Monaten Arbeitsdienst wurde er zur Wehrmacht einberufen. Am 8.Mai 1945 kam er Gefangenschaft. Im Sommer 1945 wurde er entlassen, fand seine Eltern im Oktober wieder und zog nach Windischeschenbach/Oberpfalz in Bayern.
Nach seinem Abitur, begann er das Studium der Theaterwissenschaften und Literatur in München. Schon als Student gründete er das Kabarett "Die Namenlosen" (1950-1955). 1956 rief er zusammen mit Sammy Drechsel die legendäre "Münchener Lach- und Schießgesellschaft" ins Leben. Nach Auflösung des Ensembles war er bis 1979 Moderator und Mitautor der ZDF-Sendereihe "Notizen aus der Provinz", für die er 1976 den ersten seiner drei Grimme-Preise erhielt. 1986 erschien unter dem Titel "Was bleibt mir übrig" seine Autobiographie.
Als Schauspieler war Hildebrandt in den Filmsatiren "Kehraus" (1983) und "Man spricht deutsch" (1986) von Gerhard Polt und Christian Müller sowie in der Fernsehserie "Kir Royal" (1986, Buch und Regie: Helmut Dietl) zu sehen. Von 1980 bis 2003 war er verantwortlich für die SFB-Sendung "Scheibenwischer".

 
Zurück